Das Upright-MRT

Eine Untersuchung in einem MRT tut in der Regel zwar nicht weh, kann aber sehr unangenehm sein. Vor allem Patienten, die unter einer starken Platzangst leiden oder adipös veranlagt sind, haben oft ein Problem damit, sich in der Röhre untersuchen zu lassen. Eine gute Alternative ist das Upright-MRT.

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Untersuchungsgerät, in dem die Patienten im aufgerichteten Zustand untersucht werden können. Das Upright-MRT ist so konzipiert, dass eine Untersuchung der Patienten in verschiedenen Ausgangssituationen möglich ist. Der Patient kann liegen, sitzen oder auch stehen. Der Vorteil dabei ist nicht nur die neu gewonnene Freiheit für den Patienten. Es ist auch die Möglichkeit, die Untersuchung von verschiedenen Körperbereichen unter Körperdruck durchzuführen. Das erleichtert die Diagnosestellung deutlich.

Hoher Komfort für den Patienten

Der Komfort für den Patienten sollte natürlich an erster Stelle stehen. Nur wenn der Patient entspannt ist, kann er auch in aller Ruhe untersucht werden. Fühlen sich Patienten nicht wohl, können die Ergebnisse einer Untersuchung möglicherweise auch verfälscht werden. Im Upright-MRT kann der Patient auch so untersucht werden, dass er dabei sowohl Fernsehen als auch Musik hören kann. Der Patient wird auf dem Untersuchungstisch nicht in das Gerät geschoben. Nicht zu unterschätzen ist auch die Lautstärke in einem geschlossenen MRT. Laute Klopfgeräusche können sich negativ auf das Wohlbefinden auswirken. Diese Geräusche entfallen bei einem Upright-MRT. Hier hört der Patient keine Hammergeräusche. Damit wird der Patient in einer angenehmen Kulisse untersucht und kann sich bei der Untersuchung entspannen.

Instabilitäten besser erkennen

Ein großer Teil der Schmerzen im Bewegungsapparat bei einem Menschen ist der Instabilität des Körpers geschuldet. Das bedeutet, wenn Druck auf den Knochen, den Sehnen oder den Bandscheiben lastet, so kann dieser Druck zu Schmerzen führen. Meist lässt sich bei der Untersuchung in einem gängigen MRT jedoch nicht herausfinden, woher die starken Schmerzen kommen. Das Problem dabei ist: Die Untersuchung wird im Liegen durchgeführt. Der Körper steht also nicht unter Belastung. Allein die Bandscheiben werden zehn Mal stärker belastet, wenn der Patient steht. Im Upright-MRT ist es möglich, die Untersuchung in Stehen oder im Sitzen durchführen zu lassen. Der Körper wird also unter Belastung untersucht. Damit hat der Arzt die Möglichkeit, körperliche Probleme zu erkennen, die sonst vielleicht nicht festgestellt worden wären.

Damit kann das Upright-MRT also auch dabei helfen, klare Diagnosen zu stellen und schneller Ergebnisse in Bezug auf die richtigen Behandlungsmaßnahmen zu erhalten.

Kurze Untersuchungszeiten

Interessant dürfte auch ein Blick auf die Technik sein. Dank modernster Technologien ist das MRT nicht nur besonders leise. Die Untersuchungszeiten werden auch deutlich verkürzt. Dennoch muss der Arzt nicht auf hervorragende Bilder verzichten, die zur Verfügung gestellt werden. Die klaren Darstellungen erleichtern die Auswertung deutlich. Für den Arzt bedeuten die kurzen Untersuchungszeiten aber auch, dass er mehr Patienten an einem Tag untersuchen kann. Wirtschaftlich gesehen ist das ein deutlicher Vorteil. Aber auch in Bezug auf die Zufriedenheit der Patienten sollte dieser Punkt nicht unterschätzt werden. Durch die schnellen Terminvergaben müssen Patienten nicht lange auf einen Termin warten und erhalten schneller ihre Diagnose.